Rückblick zum Fachgespräch mit dem Landtag NRW
Anlässlich der Kinderschutzreihe von Norika Creuzmann, MdL hat Sie uns zur fünften Veranstaltung mit dem Thema „Gelingender Kinderschutz – Pflegefamilien im Fokus“ als Impulsgeber*innen am 03.06. eingeladen.
Wir bedanken uns bei Norika Creuzmann und auch allen anwesenden weiteren Impulsgeber*innen und Zuhörer*innen.
Die Ministerin Josefine Paul, MdL, für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration Mitglied des Landtags NRW eröffnete als erste Impulsgeberin das digitale und öffentliche Fachgespräch und anschließend hatten weitere Gäste das Wort.
Im Anschluss daran hatte sich unser Zusammenschluss „Fokus: Unberechtigte Kindeswohlgefährdung in Pflegefamilien und Erziehungsstellen“ vorgestellt.
Es hat sich gezeigt, dass das Interesse zu unserem Fokus in der Öffentlichkeit sehr groß ist und die weit über 70 Teilnehmer*innen bestätigten dies auch.
Vor diesem Hintergrund haben sich neue betroffene Pflegefamilien sofort unserem Zusammenschluss angeschlossen.
Dies bestärkt uns, dass der
Fokus auf unberechtigte Kindeswohlgefährdungen
in Pflegefamilien und Erziehungsstellen
eine hohe Dunkelziffer enthält
und die Betroffenen erleichtert sind bei uns eine adäquate Anlaufstelle / Lobby gefunden zu haben, die auch auf politischer Ebene aktiv ist.
Es zeigen sich deutliche Defizite und Missstände im Pflegekinderwesen durch das Hilfesystem, die zu einer flächendeckenden Negativspirale für bestehende und verlorene Pflegefamilien führen und zum Leidweisen der Pflegekinder auf tragische Weise im Kinderheim enden.
„Nicht die Kinder sind Systemsprenger,
sondern das System sprengt die Kinder!“
Es kann nicht sein, dass einerseits die Jugendämter den Aufruf nach „Pflegeeltern dringend gesucht!“starten und medial im TV „Jugendämter in Not: Kinder in Gefahr?“ ausrufen.
Andererseits die schützenswerten und bestehenden Pflegefamilien und Erziehungsstellen gedemütigt, stigmatisiert und schlussendlich mit einer angedrohten bzw. akuten Kindeswohlgefährdung „entsorgt“ werden.
Nur weil einige Jugendamtsfachkräfte selbst überfordert und überlastet sind und die Disharmonie mit „unbequemen Pflegeeltern“ oder „kämpferischem Verhalten der Pflegeeltern“ als Kindeswohlgefährdung ausgerufen werden.
Wir wünschen uns eine positive kooperative und kommunikative Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den Jugendämtern und zum Wohle der Pflege- und Heimkinder.
Wir freuen uns auf die nächste Veranstaltung im Landtag NRW.
